Schülerinnen und Schüler aus Talitha Kumi haben das zweite Jahr des Kommunikationsprojekts „Together We Connect“ erfolgreich abgeschlossen. Schwerpunktthemen waren Mobbingprävention und Aktive Bürgerschaft.
Zum Abschluss erhielten die Teilnehmenden während der Morgenandacht Zertifikate zur Würdigung ihres herausragenden Engagements. Wir freuen uns darauf, im nächsten Jahr gemeinsam weiterzuarbeiten!
Inmitten der angespannten gesellschaftlichen Lage im Heiligen Land ermutigt das Projekt „Together We connect“ (Gemeinsam verbinden wir uns) junge Menschen dazu, aufeinander zuzugehen, Unterschiede auszuhalten und eine friedvolle Gemeinschaft zu bilden. Getragen wird es von der internationalen, ökumenischen Fokolar-Bewegung zusammen mit Partnerorganisationen. Es begleitet insgesamt 300 Schülerinnen und Schüler der siebten bis neunten Klassen aus fünf Schulen über drei Jahre hinweg. Durch Workshops, künstlerische Aktivitäten und thematische Einheiten entsteht ein Raum, in dem Jugendliche lernen, Gemeinschaft aktiv mitzugestalten, Konflikte zu verstehen und eine Kultur des respektvollen Miteinanders einzuüben.
Die Jugendlichen aus der Region Bethlehem und Ostjerusalem arbeiten an Themen wie Mobbingprävention und Konfliktmanagement. Sie üben einen verantwortungsvollen Umgang mit den vielen Herausforderungen ihres Alltags ein. Ergänzend dazu erleben sie kreative Zugänge durch Kunst, Musik, Theater und Tanz – Impulse, die Kopf und Herz gleichermaßen ansprechen. Dabei werden sie auch professionell von zwei multikulturellen Musikgruppen aus Italien – Gen Rosso und Gen Verde – angeleitet, die ihren Hintergrund in der Fokolar-Bewegung haben.
Im Februar 2026 trafen sich Jugendliche aus den teilnehmenden Schulen auf einer großen Begegnungsveranstaltung in Talitha Kumi. Im Zentrum standen Spiele und sportliche Übungen, die bewusst nicht allein auf Leistung, sondern auf Teamgeist und gegenseitige Unterstützung ausgelegt waren. Viele Dutzend Schülerinnen und Schüler mit bunten Westen füllten den Sportplatz der Schule und fanden sich zu immer neuen Teams zusammen. Die sportlichen Aktivitäten verlangten Koordination und Achtsamkeit für die Bewegungsabläufe der anderen. Lehrer Nader Al Qass beschreibt die Ziele des Begegnungstages: »Wir haben verschiedene sportliche Aktivitäten vorbereitet, die auf Zusammenarbeit beruhen – nicht darauf, wer gewinnt. So entstehen ein schöner Teamgeist, neue Bekanntschaften und eine positive Energie, die den Schülern Freude und Ruhe schenkt in den schwierigen Umständen, in denen sie leben.«
