Gebetsraum der Diakonissen neu eröffnet

Hoch oben, auf dem Dach der Schulkapelle, war früher der Andachtsraum der Kaiserswerther Diakonissen. Er stand viele Jahre leer – nun wurde er renoviert und wieder eröffnet.

Bei klarem Wetter kann man vom Dach Talitha Kumis aus bis zu den jordanischen Bergen und bis zum Mittelmeer sehen. In dem Raum über der heutigen Schulkapelle trafen sich bis in die 1970er Jahre die Kaiserswerther Diakonissen regelmäßig zu Andacht und Gebet. Die Schwestern beteten hier etwa für die SchülerInnen, die sie betreuten, und für die Region zwischen Jerusalem und Bethlehem.

Davon erfuhr Direktor Matthias Wolf bei einem Rundgang über das Schulgelände. „Es hat mich sehr berührt, weil ich glaube, dass das Gebet etwas ganz Entscheidendes in unserem Leben ist“, so der Schulleiter. „Und von da an reifte der Gedanke, diese gute Tradition Talitha Kumis wieder aufleben zu lassen.“ Matthias Wolf ließ den ehemaligen Gebetsraum, der lange Zeit leer gestanden hatte, renovieren. Ermöglicht wurde dies durch großzügige Spenden der Kaiserswerther Diakonie und einiger Kirchengemeinden in Deutschland.

Seit Anfang des Jahres findet jeden Mittwoch von 12.30 bis 13 Uhr ein Midweek-Prayer in dem Raum statt, an dem jedeR, die/der möchte, teilnehmen kann. „Wir stimmen uns mit einer kleinen Liturgie im Taizé Stil darauf ein und anschließend besteht die Gelegenheit, laut oder leise zu beten. Wir schließen diese Runde mit dem Vaterunser in verschiedenen Sprachen ab“, erklärt Wolf. Außerdem können sich kleine Gruppen von SchülerInnen und LehrerInnen zu Gesprächen und Gebeten treffen. Auch diejenigen, die sich in die Stille und innere Einkehr zurückziehen wollen, finden hier einen Ort dafür.

„Ich wünsche mir, dass wir uns in diesem Raum versammeln, um neue Kräfte zu tanken“, sagt Wolf. „Daraus kann viel Energie gewonnen werden für den Alltag.“ Über die Einweihung des Gebetsraums lesen Sie auf der Website des Schulzentrums, die von unseren palästinensischen PartnerInnen vor Ort gestaltet wird.

( 3. Februar 2020 )