Konzert mit Opernsängerin Friederike Meinel

Friederike Meinel glänzte in einem Liederabend im Gedenken an Clara Schumann, unterstützt von Musikerinnen und Musikern Talitha Kumis und dem Ensemble Oriental der Bethlehem Academy of Music.

Viele unserer Schülerinnen und Schüler hatten sich auf ein Wiedersehen mit der Opernsängerin und Kiwanis-Preisträgerin Friederike Meinel gefreut. „Ich komme wieder und dann singe ich an Talitha Kumi“,  war das das Versprechen der hochkarätigen Opernsängerin – und es wurde erfüllt!

Friederike Meinel lernte Talitha Kumi im vergangenen Herbst bei verschiedenen Gesangs-Workshops kennen. Da wurde der Registerwechsel geübt, am Stimmsitz und an der Phrasenbildung gearbeitet. Auch in diesem Jahr konnten Solisten, Vokalgruppen und Musikklassen an Talitha Kumi von ihr profitieren. Man war begeistert. „Wir haben viel gelernt“, berichten die Gesangssolisten Talitha Kumis.

Der Höhepunkt ihres Aufenthaltes war der Liederabend am Montag, den 2. September 2019 in der Kirche Talithas. Nun gehörte Ihr die Bühne. Ihr gehörte der Liederabend im Gedenken an Clara Schumann, deren Geburtstag sich am am 13.09.19 zum 200. Mal jährt.

Schulleiter Matthias Wolf, bekennender Musikliebhaber und Förderer der Musik an Talitha Kumi, erinnerte in seiner Begrüßungsrede an Clara Schumann als eine der herausragenden Musikerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts: Pianistin, Komponistin, mehrfache Mutter, verheiratet mit Robert Schumann, befreundet mit Liszt und Brahms. Natürlich ist es für eine deutsche Auslandsschule ein „Muss“ Clara Schumanns zu gedenken. Happy birthday, verehrte, „geliebte“ Clara!

Opernsängerin Meinel (Berlin), Schülerin Pauline Pape (Berlin), das Ensemble Oriental der Bethlehem Academy of Music mit Musiklehrerin Reem Handal und einzelne Mitglieder des Talitha Jugendchores sowie des Talitha Kumi Kinderchores unter der Leitung von Wolfgang Weible, welcher auch die beiden Sopranistinnen am Klavier korrepetierte, trugen zu einem unvergesslichen Abend bei.

Es erklangen altitalienische Arien, Werke der Romantik und der Moderne: Pergolesi, Caldara, Giordani, Schumann, Schubert und andere fanden Gehör. Das Ensemble der Bethlehem Academy of Music schaffte den einheimischen Zuhörern eine vertraute Atmosphäre. Melodien wurden mitgesungen, mit geklatscht. Besonders ist dieses Ensemble mit seinem östlichen Instrumentarium auch deshalb, weil es inklusiv arbeitet. – Ist es nicht wunderbar, dass die Musik im Nebenraum der Schule inklusive Wege geht?

Von besonderer Schönheit waren die gesungenen Duette „Die Meere“ (Brahms), „Die Schwalben“ und „Frühlingslied“ (Schumann), welche Meinel und Pape sowie Weible am Klavier darboten.

Mit Berios Sequenza, welche die klassischen Hörgewohnheiten des Publikums verblüffte und höchsten Anspruch an die Interpretin stellte, schlug die Opernsängerin einen nachdenklichen Ton an. „Give me – a few words – for a woman – to sing a truth – allowing us – to build a house – without worrying – before night comes.” (Gib mir einige Worte für ein Weib zu singen von einer Welt die uns erlaubt ein Haus zu bauen ohne Kummer ehe es Nacht wird.) Worte werden bei diesem dadaistisch anmutenden Werk wie zerrieben und zerfallen in Buchstaben – gesprochen, gemurmelt, gezischt, geschrien, geklagt oder sanft gesungen füllten sie den Kirchenraum.

Der stetig größer werdende Talitha Kumi Kinderchor unter der Leitung von Wolfgang Weible erfreute das Publikum sehr mit einem Einblick in sein neues Programm. „Sun Children“ von Lee Cooper und Linda Twine hat das Potential zum Schlager des Chores zu werden. Begeistert sangen die jungen Musikerinnen und Musiker „We can make the world a better place!“

Wolfgang Weible,
Musik ADLK an Talitha Kumi

( 6. September 2019 )